Der nächste Morgen verläuft so wie so ziemlich jeder andere.
Ich stehe auf, mache mich fertig, frühstücke und mache mich auf den Weg ins Innovationscenter.
Unterwegs treffe ich Jakob und wir unterhalten uns kurz darüber, wie wir das Wochenende verbracht haben.
Im Innovationscenter gehen wir in mein Büro und überlegen uns, welche Art von Panzerung und welche Dicke wir für die Panzerung des Maschinentauchers beziehungsweise des Einmannpanzers verwenden wollen.
Nach ein paar Überlegungen und Recherchen sowie Simulationen entscheiden wir uns erst einmal für eine 2cm dicke Stahlplattenpanzerung.
Diese bietet die beste Panzerung, ohne die Beweglichkeit einzuschränken.
Danach beginnen wir damit, aus den Vorräten die Panzerplatten anzufertigen und sie am Prototypen zu befestigen.
Wir bestellen vorher alle benötigten Materialien über das dafür vorgesehene Terminal, wie es Vorschrift ist, damit nicht irgendwann kein Reservematerial mehr vorhanden ist.
So panzern wir über die nächsten Tage die Arme und Beine sowie Hände und Füße des Einmannpanzers.
Aber nachdem wir damit fertig sind, müssen wir die aktive Panzerung pausieren und zurück zur Planungsphase gehen, weil wir uns jetzt überlegen müssen, wie wir den Torso mit den Lebenserhaltungssystemen und dem Energiekern und den Helm panzern.
Der Energiekern, den wir verwendet haben, ist eine Standardausführung, wie sie von Automated Innovations entwickelt und verwendet wird. Sie speichert Energie in einem Behälter, der mit recycelten und aufbereiteten Atomabfällen gefüllt ist, dabei aber komplett strahlungsfrei ist.
Während dieser Planung, entscheiden wir uns dazu, den Torso doppelt zu panzern und entwicklen Designs für die Torsopanzerung und den Helm, welcher immer noch hermetisch isoliert ist, so wie der Rest des Einmannpanzers und der Maschinentaucher vorher.
Außerdem hat er ein eingebautes Funkgerät, das im Gegensatz zum Maschinentaucher kabellos funktioniert.
Während wir diese Panzerungen planen, kommt auch die Materiallieferung an, so dass wieder ein Vorrat vorhanden ist, den wir aber auch gleich verwenden müssen, um die weitere Panzerung herzustellen, aber auch hier geben wir wieder eine Bestellung für die benötigten Materialien auf.
Nachdem wir nach einigen Tagen mit der Prototyppanzerung fertig sind, erinnert mich der Einmannpanzer besonders mit dem dicken Torso und dem Helm mit dem schmalen Sehschlitz und der gasmaskenähnlichen unteren Gesichtshälfte stark an eine Rüstung aus einem postapokalyptischen Videospiel, welches vor ein paar Jahrzehnten sehr populär war und das ich durch meinen Vater kenne.
Nun da wir fertig sind, melden wir den Abschluss des Projekts Herrn Blanché und fügen die Baupläne für die Panzerung der Datenbank hinzu.
Kurz nachdem wir das getan haben, bekommen wir Nachricht, dass Herr Blanché auf dem Weg zu uns in die Werkstatt ist, um sich den Einmannpanzer anzusehen.
Nach etwa 5 Minuten kommt er auch schon durch die Haupttür herein und kommt zu uns herüber.
Nachdem er uns begrüßt hat und sich den Einmannpanzer sowie die Spezifikationen in den Bauplänen angesehen hat, sagt er zu uns: “Das ist eine sehr gute Arbeit, insofern ich das beurteilen kann. Geht bitte sicher, dass ihr die Innenmaße für den Raum, in dem der Träger steckt, habt. Euer nächster Auftrag wird nämlich sein, eine Version der Fernrohrroboter zu entwickeln, die in den Maschinentaucher und den Einmannpanzer hineinpassen. Aber davor bringt ihr den Prototyp hier bitte zur Verpackungsabteilung, damit er zum nächsten Hauptstandort der Europäischen Armee gebracht werden kann, wo ich ihn vorstellen werde. Wenn alles gut geht, werden sowohl Maschinentaucher als auch Einmannpanzer in Produktion gehen.”
Nachdem wir deutlich gemacht haben, dass wir alles verstanden haben, verabschiedet er sich und geht wieder.
Die Fernrohrroboter, die Herr Blanché erwähnt hat, sind humanoide Roboter, die aber über keine eigenständige Steuerung verfügen.
Stattdessen werden sie durch einen VR-Anzug gesteuert.
Das ermöglicht es, dass Personen ihn entweder dazu nutzen können, an Meetings teilzunehmen, ohne persönlich anwesend sein zu müssen oder um gefährliche Arbeiten zu verrichten, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben.
Nachdem Herr Blanché gegangen ist, bereiten Jakob und ich den Einmannpanzer soweit wir können für den Transport vor und bringen ihn zur Verpackungsabteilung, wo er fertig verpackt und an die Transportabteilung übergeben werden wird.
Danach schauen wir uns für eine Stunde schon einmal die Maße der Fernrohrroboter an und vergleichen sie mit den Innenmaßen des Maschienentauchers bzw. des Einmannpanzers.
Dabei stellen wir fest, dass wir höchstens ein wenig Füllmaterial auf einen Fernrohrroboter auftragen müssen, um ihn passend zu machen.
Das ist aber eine Aufgabe für den nächsten Tag, denn nach der Stunde ist auch schon die Schicht zu Ende.
Danach gehen Jakob und ich zurück zum Wohngebäude und unterhalten uns währenddessen über verschiedene Dinge.
Nachdem ich wieder in meiner Wohnung bin, räume ich schnell auf und stell zwei Gläser und eine Auswahl von Getränken auf den Tisch, denn heute kommt Annika zu Besuch.
Wir haben nämlich damit angefangen, uns abwechselnd jeden Mittwoch zu besuchen, um uns zu unterhalten, weil wir beide nicht sonderlich viele Freunde haben und wir uns so über unsere Arbeitswoche und Interessen austauschen können.
Kurz darauf klopft es auch schon an meiner Wohnungstür und als ich öffne, steht wie erwartet, Annika vor mir.
Ich bitte sie herein und wir setzen uns an den Tisch und unterhalten uns über alles mögliche, bis es später Abend wird.
Als wir unsere übliche Zeit am späten Abend erreicht haben, verabschiedet sich Annika und geht hinüber in ihre Wohnung.
Ich räume danach noch kurz auf und mache mir etwas Schnelles zu essen und esse es, bevor ich mich fertig fürs Bett mache und mich ins Bett lege.


